Wenn wir Tiere töten - Ein Statement

Wenn wir Tiere töten passiert das nie ohne Grund.

Schließlich wollen wir sie essen, ihre wertvolle Haut, ihre wertvollen Zähne, ihre wertvolle Tinte oder ihre wertvollen Organe.
Das ist wichtig, wie könnten wir ohne all diese Dinge bloß leben?!

Wenn wir Tiere töten ist das kein Verbrechen, immerhin sind sie ja keine Menschen. Das Töten selbst ist selbstverständlich gesetzlich geregelt, es soll ja möglichst human geschehen.
Sprich: Tiere müssen betäubt werden, sie dürfen keine Schmerzen erleiden, während sie in die ewigen Jagdgründe gehen.

Töten bezeichnet, betrachten wir nur einmal die kalte, reine Definition, jede Handlung, die das Leben eines lebenden Wesens verkürzt. Oder auch: jemanden gewaltsam ums Leben bringen. Denn Töten ist Gewalt, die dem lebenswerten Leben je ein Ende bringt. 

Wie ich solche Oxymora liebe: humanes Töten.
Ach ja, Ausnahmen gibt es natürlich: § 4a des deutschen Tierschutzgesetzes sagt, dass die Betäubung in diesem und jenem Fall, und wenn es um Religion geht, nicht stattfinden muss; dann ist es Aus mit dem humanen Töten, es darf qualvoll und schmerzhaft sein. 

Wenn wir Tiere töten, argumentieren wir mit ihrem schönen Leben. Wenn es ein erfülltes Leben, voller Frieden und Natur leben durfte, im Beisein seiner Artgenossen, wieso sollte man es dann nicht essen? Auch, wenn es nur für die Schlachtung großgezogen wurde, es überhaupt nur leben durfte um unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

Wenn wir Tiere töten, dann wollen wir ja nur unseren Lebensraum sichern. Wie können sie es wagen sich zu vermehren und sich uns aufzudrängen?! In unseren Städten zu viele Tauben, in unseren Wäldern zu viele Wölfe, in unseren Meeren zu viele Fische. “Töten für Dezimierung”, schreien dann viele, damit wir unser bequemes Leben, möglichst ohne unsere gefiederten, flauschigen, glipschigen, oder auch nackten Freunde (oder doch Feinde?) fortführen können.

Wenn wir Tiere töten geht es niemals um die Tiere.

Wenn wir Tiere töten jagen wir den Privilegien nach, auf die wir so ungern, nur zähneknirschend verzichten.

Ginge es nach mir, wäre Verzicht Pflicht. Denn auch das gehört dazu - verzichten um anderen die Möglichkeit zu geben um zu leben.

Sicherlich ein schwaches Argument um das Töten von Tieren zu beenden - zählt das “Ich” doch mehr als das “Wir”.

Um sich selbst zu bereichern braucht es ja Opfer. Und das sind nun mal eben Schwächere.

Versuchen wir es anders: Töten wir keine Tiere mehr, verringern wir die Ausschüttung von CO2 in die Atmosphäre.

Töten wir keine Tiere mehr, gäbe es die Möglichkeit allen Menschen auf dieser Erde den Zugang zu regelmäßigen Mahlzeiten zu gewähren - denn das Getreide, das die “Nutztiere” heute fressen, könnte Menschen vor dem Verhungern retten.

Töteten wir keine Tiere, so hätten wir ein besseres Leben. Habitate wären geschützt, keine Arten müssten mehr aussterben und wir hätten frische, saubere Luft zum Atmen. Pestizide die unser Trinkwasser verschmutzen wären gar nicht existent - zumindest nicht in dieser Intensität.

Töteten wir bloß keine Tiere…

Verzicht steht nunmal nur ungern auf dem Plan, doch um es mit Rio Reisers Worten zu sagen:

Der Traum ist aus, aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird!”
— Rio Reiser
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